Wahrscheinlich gar nichts. In den vergangen 50 Jahren hat es kein Jahr gegeben in dem die Versicherer nur die Mindestversinzung gezahlt haben.
Die Mindestverzinsung sinkt sowieso nur für neue Verträge die ab 2012 abgeschlossen werden, für alte Verträge ändert sich gar nichts.
Wer würde auch ernsthaft bei einer Verzinsung von 2,25 % vor Kosten zuschlagen. Nach Kosten bedeutet dies ca. 1,2 bis 1,5 %. Die bekommt man selbst zur Zeit auf einigen Festgeldkonten.
Das kommt wie immer auf die Sichtweise an. Aus meiner Sicht ist eine Mindestverzinsung die selbst die Inflationsrate der letzten 10 Jahre von ca. 2 % nicht übersteigt uninteressant, Ganz zu schweigen davon, das die Inflationsrate auf 30 Jahressicht eher bei 3 % lag. Kann man alles beim statistischen Bundesamt nachlesen.
Sicher ist: Wenn langfristig wirklich nur die Mindestverzinsung gezahlt wird, können die Kunden von privaten Rentenversicherungen ihre Rentenlücke nicht schliessen. Dies gilt sowohl für die Zeit der Einzahlungen, als auch für die Rentenzeit.
Wenn man das konsequent weiterdenkt, könnte man natürlich auch gleich ganz auf teure Garantien verzichten und mit fondsgebundenen Rentenversicherungen vorsorgen. Da kann man immer noch auswählen ob man lieber konservativer in Rentenfonds (Staats- oder Unternehmensschuldscheine) oder renditeorientierter in Aktienfonds (Aktien von Unternehmen) einzahlt oder eine individuelle Mischung aus beidem wählt.
Das kann man dann wenigstens jederzeit anpassen.
Denn da übergibt man dem Versicherer das im Vertrag angesparte Vermögen um eine lebenslange Rente zu bekommen. Die Rente sinkt natürlich, wenn nur die Mindestverzinsung erreicht wird. Bleibt die Hoffnung auf eine niedirge Inflation, wenn die Rente dann irgendwann mal gezahlt wird.